Dentokinetik: Therapie bei craniomandibulärer Dysfunktion, kurz: CMD

Schmerzen durch Kieferfehlstellung

Sie haben chronische Schmerzen im Nacken oder dem oberen Rücken? Häufige Kopfschmerzen oder Migräne? Sehstörungen, Tinnitus oder Schwerhörigkeit? Und kein Arzt findet eine plausible Ursache? Möglicherweise leiden Sie dann an einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD.

Bei diesem Krankheitsbild stehen die optimale Position der Zähne beim Zubeißen und die optimale Position der Kiefergelenke im Widerspruch – den das Kiefergelenk durch eine Fehlstellung auflöst. Diese kleine Diskrepanz kann gravierende gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Mehr zur CMD

Schmerzfrei werden durch Dentokinetik®

Dentokinetik® ist eine komplexe Therapie, die an der Ursache der Krankheit ansetzt und eine nachhaltige Heilung in Aussicht stellt. Eine erfolgreiche Therapie verbessert die Lebensqualität der betroffenen Menschen deutlich und dauerhaft.

Die zahnärztliche Dentokinetik®-Therapie besteht aus zwei Phasen: der Schienentherapie und der Umformung der Zähne, damit der Biss wieder zur richtigen Position der Kieferngelenke passt. Dabei berücksichtigt die Dentokinetik® das Zusammenspiel des gesamten Körpers, vom Scheitel bis zur Sohle Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit vielen möglichen Fachrichtungen kann erforderlich sein, um ein stabiles Behandlungsergebnis zu erreichen.

Mehr zur Dentokinetik®-Therapie

Symptome & Diagnose

CMD und andere Ursachen

Eine CMD kann mit sehr unterschiedlichen Beschwerden einhergehen. Sollten Sie aber an einem oder mehreren der folgenden zehn Symptome leiden, ist es sinnvoll abzuklären, ob eine CMD vorliegt.

Aber: Nicht alles, was nach CMD aussieht, ist auch eine: Dieselben Symptome können auch auf andere Krankheitsbilder hinweisen. Deshalb sollten Sie bei unklaren Beschwerden in jedem Fall den Hausarzt konsultieren.

10 Symptome, die auf eine CMD hindeuten

  • Taubheitsgefühl
  • Gesichtsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Schulterschmerzen
  • Zähneknirschen
  • Kieferschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Nackensteifigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Taubheitsgefühl
  • Gesichtsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Schulterschmerzen
  • Zähneknirschen
  • Kieferschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Nackensteifigkeit
  • Kopfschmerzen
CMD richtig diagnostizieren

Mehr Lebensqualität dank Dentokinetik®

Die Schienentherapie nach dem Dentokinetik-Therapie-Konzept, mit der die CMD ursächlich behandelt wird, hat indessen oft einen so durchschlagenden Erfolg, dass es die Patienten selbst kaum glauben können. Denn sie setzt an der zentralen Stelle des Problems an und stellt eine nachhaltige Heilung in Aussicht. Viele Patienten von Dentokinetik berichten davon, wie sich durch die Schienentherapie ihre Lebensqualität schnell und nachhaltig verbessert hat.

„Die Auswirkungen eines falschen Zubeißens sind bis zu den Füßen hinunter messbar.“

Dr. med. dent. Markus Spalek

Häufige Fragen zum Thema CMD – wir antworten

Bei einer craniomandibulären Dysfunktion gibt es eine Abweichung zwischen der optimalen Position der Kiefergelenke und der Position des Unterkiefers, wenn sich alle Zähne gleichzeitig berühren. Da die Kiefergelenke diesen Unterschied dauerhaft ausgleichen müssen, kommt es zu einer unnatürlichen Belastung der Gelenke, der Bänder und der beteiligten Muskelgruppen. Dieses Ungleichgewicht kann zu massiven physischen und psychischen Beschwerden führen.

Die Symptome können ganz verschieden sein und im ganzen Körper auftreten. Häufigste Beschwerden sind allerdings Kopf- und Gesichtsschmerzen, Knack- oder Reibegeräusche im Kiefergelenk, Tinnitus, Schwindel, Sehstörungen sowie Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen.

Die Symptome einer CMD können auf sehr viele verschiedene, teilweise auch sehr ernste Ursachen zurückzuführen sein. Wichtig ist daher, sich nicht allein auf die CMD zu konzentrieren, sondern auch möglichst schnell über Hausarzt und Fachärzte weitere mögliche Diagnosen abklären zu lassen.

Der grundsätzliche Zusammenhang zwischen Störungen im Kausystem und weiteren Beschwerden im Kopf-, Nacken- und Rückenbereich ist unter Wissenschaftlern unstrittig. Zu den konkreten Vorgängen bei einer CMD und der Therapie ist die wissenschaftliche Beurteilung heterogen. Tatsache ist, dass das Thema immer weiter in den Fokus renommierter Institute rückt, sodass hier in den nächsten Jahren mit weiteren Forschungsergebnissen zu rechnen ist. Die Schienentherapie nach den Prinzipien der Dentokinetik wird indes seit vielen Jahren angewendet und verfeinert. Und der Erfolg gibt ihr Recht.

Zunächst muss er Zahnarzt sein. Denn nur dort liegt die Kompetenz, eine CMD ursächlich zu behandeln. Physiotherapeuten und Osteopathen können einen wertvollen Beitrag zur Therapie und zur Bekämpfung der Symptome leisten. Vorsicht ist bei angeblichen CMD-Experten geboten, die lediglich eine teure Diagnose aber keine Therapie anbieten. Denn den letzten Beweis, ob vorhandene Beschwerden auf eine CMD zurückzuführen sind, kann nur die Schienentherapie mit einer Dentokinetik-Schiene erbringen.

Eine pauschale Antwort kann es auf diese Frage nicht geben, da die Behandlungsdauer von den individuellen Voraussetzungen des Patienten abhängt. In der Regel dauert die Schienentherapie zwischen vier und neun Monaten. Die im Anschluss an die Schienentherapie und die Abschlussdiagnostik notwendige Anpassung der Zähne ist aufwandsabhängig, meist aber innerhalb weniger Wochen erledigt.

Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird der Zustand von Kiefergelenken, Bändern und Muskulatur überprüft. Durch geübtes manuelles Bewegen des Unterkiefers kann der Zahnarzt die Abweichung von der natürlichen Position des Gelenks fühlen. Den letzten Beweis, ob die vorhandenen Beschwerden auf die CMD zurückzuführen sind, erbringt dann die Schienentherapie. Bereits wenige Tage oder Wochen nach Beginn stellen sich meist die ersten Erfolge ein. Die erreichbare Verbesserung an Lebensqualität lässt sich in den meisten Fällen nach 3-4 Monaten Dentokinetik-Therapie erkennen.

Nein. Eine Knirscherschiene legt lediglich einen Puffer zwischen die Zähne, damit sie sich beim nächtlichen Knirschen nicht abnutzen. Diese Schiene schafft aber keine Veränderung der Position des Kiefergelenks und ist daher für eine CMD-Therapie nutzlos.

Die Voraussetzungen sind individuell sehr unterschiedlich.Eine genaue Vorhersage ist daher fast nicht möglich. In der Regel liegt die Investition zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Bei besonders ungünstigen Voraussetzungen sind Ausreißer nach oben möglich. Auf die Schienentherapie entfallen dabei rund 5.000 Euro. Der größte Investitionsbedarf liegt häufig in der Sanierung der Zähne. In den ersten drei bis vier Monaten, in denen sich zeigt, was die Dentokinetik an Verbesserung der Lebensqualität leistet, ist mit einer Investition von ca. 3000€ zu rechnen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen immer die einfachsten Therapieformen. Sie beteiligen sich in der Regel nicht an den Kosten. Es lohnt sich aber immer, vor der Behandlung eine entsprechende Anfrage zu stellen. Private Versicherungen und Zahnzusatzversicherungen leisten meist einen Beitrag zu den anfallenden Kosten. Dies kann aber vor der Behandlung abgeklärt werden.

Die Schienentherapie kann zu jedem Zeitpunkt abgebrochen werden. Wenn sich nach angemessener Zeit keine deutliche Verbesserung einstellt, wird der Zahnarzt eine weitere Abklärung durch andere Fachgebiete in die Wege leiten. Sollten andere Ursachen für die Beschwerden gefunden werden, wird er zu einem Abbruch der Therapie raten.

Es gibt unterschiedliche Methoden, eine CMD zu behandeln. Bei leichten Beschwerden ist es möglich, über gezielte Physiotherapie, den Symptomen entgegenzuwirken. Bei starken, komplexen und therapieresistenten Beschwerden ist eine ursächliche Therapie mit einer Dentokinetik-Schiene und anschließender Umgestaltung der Zähne oft der einzige Weg, eine dauerhafte Heilung herbeizuführen.