Therapie

Behandlung der Ursache, nicht der Symptome

Menschen, die unter den Symptomen einer CMD leiden, behelfen sich oft selbst mit Schmerzmitteln. Auch Krankengymnastik und Sport können die Beschwerden lindern. Doch all diese Ansätze haben eines gemeinsam: Sie behandeln lediglich die Auswirkungen. Die CMD-Therapie beim Zahnarzt für Dentokinetik beseitigt die Ursache und sorgt bei Erfolg für eine nachhaltige Heilung.


Eine Therapie, zwei Phasen

Die Dentokinetik®-Therapie besteht aus zwei Phasen: der Schienentherapie und der Umformung der Zähne, damit der Biss wieder zur richtigen Position der Kieferngelenke passt. Dabei berücksichtigt die Dentokinetik® das Zusammenspiel des gesamten Körpers, vom Scheitel bis zur Sohle.


Die Schienentherapie nach der Dentokinetik®

Der Zahnarzt nimmt präzise Abdrücke der Zähne des Patienten sowie eine Reihe von Registraten um die Bewegungen des Unterkiefers und eine bessere Position der Kiefergelenke ermitteln zu können. Danach lässt er eine Dentokinetik-Schiene fertigen. Sie unterscheidet sich von den bekannten „Knirscherschienen“ dadurch, dass sie die Zähne nicht einfach überdeckt, sondern eine neue Biss-Situation simuliert. Bei dieser berühren die Zähne die Schiene in der verbesserten Position der Kiefergelenke. In regelmäßigen Sitzungen überprüft der Zahnarzt nach dentokinetischen Gesichtspunkten, wie sich die Position der Kiefergelenke verändert hat und passt die Dentokinetik-Schiene diesen Veränderungen hoch präzise an. Denn ohne den Zwang der Zähne und mit dem engmaschigen Anpassen der Schiene an die Regenerationsprozesse finden diese Stück für Stück ihre optimale Stellung. Der Zahnarzt begleitet diesen Prozess, indem er mit der Veränderung der Schiene der fortschreitenden Regeneration folgt. Neben der zahnärztlichen Therapie sind weitere Behandlungen durch Physiotherapeuten, Osteopathen und andere Co-Therapeuten notwendig, um Verspannungen zu lösen oder die Beweglichkeit zu erhöhen. Die Dentokinetik berücksichtigt hier besonders das Zusammenspiel des gesamten Körpers, vom Scheitel bis zur Sohle. Bereits nach wenigen Wochen, spätestens nach 3-4 Monaten tritt bei den meisten Patienten eine deutliche Linderung der Symptome ein. Dies gibt die Sicherheit, dass die vorhandenen Beschwerden mit einer CMD zusammenhängen, bevor weiterführende Maßnahmen eingeleitet werden.

Wenn sich die Position der Kiefergelenke nicht mehr verändert und die Krankheitssymptome abgeklungen sind, ist die Schienentherapie abgeschlossen. Dies ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten der Fall. Zeigt sich nach einer gewissen Zeitspanne kein Behandlungserfolg, kann die Schienentherapie jederzeit abgebrochen werden, um unnötigen Aufwand zu vermeiden.


Die Umgestaltung der Zähne

Nach der Schienentherapie muss der Zahnarzt anhand von Modellen des Status quo einen Weg finden, wie durch Umgestaltung der Zähne der Zahnschluss zur optimalen Position der Kiefergelenke passend gemacht werden kann. Dazu werden auf den individuellen Modellen von Ober- und Unterkiefer die neuen Zahnformen nach dentokinetischen Kriterien, die die natürlichen, unverschlissenen Zähne zum Vorbild haben, simuliert. Dieses neue Zahnbild setzt er dann mit Hilfe von Umformungen der Zähne um. Jeder Zahn wird dabei so schonend wie möglich behandelt. Das Ergebnis sind in jedem Fall perfekt sanierte, ästhetisch ansprechende Zähne und eine ganz neue Lebensqualität.


Einschränkungen während der Therapie

 Damit sich die Kiefergelenke entspannen können und in ihre natürliche Position zurückfinden, muss die Dentokinetik-Schiene 24 Stunden täglich getragen werden. Mit der Schiene im Mund gibt es in der Regel anfänglich leichte Einschränkungen beim Sprechen (Lispeln) und beim Essen, die sich aber im Laufe der Therapie verringern. Für wichtige Kundentermine oder Vorträge ist es möglich, die Schiene kurzfristig herauszunehmen. Die bestmögliche Regeneration der Kiefergelenke ist aber ausschließlich bei einer ausrechend konsequenten Trageweise erreichbar.


Kein garantierter Erfolg

Wie bei allen medizinischen Therapien gibt es auch bei der CMD-Behandlung keine Garantie, dass die Beschwerden verschwinden. Der Körper besteht selbstverständlich aus mehr als aus den Zähnen, es kommen immer auch andere Ursachen in Betracht. Während der Schienentherapie zeigt sich jedoch, ob die Behandlung zum Erfolg führt. Erfahrungsgemäß können bei der großen Mehrheit der Patienten die Symptome nachhaltig geheilt werden, wenn zuvor andere Ursachen ausgeschlossen wurden. Bei Migräne und Kopfschmerzen liegt die Erfolgsquote beispielsweise bei über 80 Prozent.


Wissenschaftlicher Stand

Das Krankheitsbild der CMD und die Zusammenhänge, wie es zu den umfangreichen Beschwerden kommt, sind erforscht und unter Wissenschaftlern unstrittig. Es wird davon ausgegangen, dass rund acht Prozent der Bevölkerung an einer CMD leiden. Die Vielfalt der zur Therapie der CMD eingesetzten Schienentherapien und Therapieempfehlungen ist vielfältig, höchst unterschiedlich und verwirrend, die wissenschaftliche Beurteilung folglich uneinheitlich. Die Dentokinetik berücksichtigt als einziges Therapiekonzept konsequent die Orientierung an der gesunden Funktion der Kausystems und die Wechselwirkungen mit dem restlichen Körper. Die Erfahrungen mit der Dentokinetik sind durchweg positiv. Das Vorgehen ermöglicht ein Maximum an Sicherheit in jedem Therapieschritt. Zahlreiche Patienten genießen dauerhaft ihre neue Lebensqualität.